Jugenrotkreuz setzte starkes Zeichen: 450 Teilnehmer beim Landeswettbewerb in Weil der Stadt - Steindorfner: Perfekte Organisation und perfekte Gastgeber

Beim Landeswettbewerb der Jugendrotkreuzgruppen in Weil der Stadt gingen dieser Tage insgesamt 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 38 Jugendrotkreuzgruppen in Baden-Württemberg an den Start. Michael Steindorfner, der Präsident des DRK-Kreisverbandes Böblingen, sagte zum Auftakt der Wettbewerbe, die große Rot-Kreuz-Familie des Landes schaue an diesem Tag auf die ehemals Freie Reichsstadt und den Landkreis Böblingen. Der DRK-Kreisverband Böblingen empfinde die Vergabe des Landesentscheides auch als Anerkennung der nachhaltigen Jugendrotkreuzarbeit und der erfolgreichen Tätigkeit der Schulsanitätsgruppen, die in seinem Verband seit vielen Jahren in vorbildlicher Weise geleistet werde. Steindorfners besonderer Willkommensgruß galt der Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg, Renate Kottke, und Bürgermeister Thilo Schreiber aus Weil der Stadt. Allein dieser hohe Besuch mache deutlich, welchen Stellenwert das Jugendrotkreuz in unserer Gesellschaft geniesse. Nicht zuletzt begrüßte Präsident Steindorfner die insgesamt 50 Helferinnen und Helfer sowie Mitglieder des DRK-Ortsvereins Weil der Stadt mit dem Ortsvereinsvorsitzenden Dr. Wolfgang Hermann an der Spitze. Das Team des Ortsvereins Weil der Stadt sei auch für die Verpflegung zuständig - "eine weithin bekannte und erprobte Küchenbrigade", wie der Präsident anerkennend feststellte.
 
Michael Steindorfner freute sich über die Teilnahme so vieler engagierter Jugendlicher an diesem Wettbewerb. In einer Gesellschaft, die leider immer stärker in einer puren Ich-Bezogenheit zu versinken drohe, seien die Angehörigen des Jugendrotkreuzes ein tolles Beispiel für ehrenamtliches soziales Engagement und bürgerschaftliche Verantwortung. "Junge Menschen wie ihr sind deshalb ein hoffnungsvoller Lichtblick in einer Welt, die anscheinend tagtäglich immer dunkler zu werden droht", unterstrich der Präsident und appellierte gleichzeitig an die Jugendlichen:  "Geht bitte alle weiter auf diesem Weg der tätigen Nächstenhilfe, der Menschlichkeit und Humanität und tragt das Vermächtnis unseres Gründers Henry Dunant wie eine Fackel weiter in die nächsten Jahre und Jahrzehnte. Getreu Dunants Motto. Helfen, ohne zu fragen wem!"

Bei den anschliessenden Wettbewerben wurde gemeinsam gerätselt, gemalt, geschminkt und gespielt. Es gab spannende Aufgaben zu den Themenbereichen Erste Hilfe/Notfalldarstellung, Sozialer Bereich, Sport/Spiel, Musisch/Kulturell und Rot-Kreuz-Wissen. Eine Herausforderung war wie in jedem Jahr die Darstellung einer Notfallsituation. In einem ersten Schritt mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Verletzung schminken, um sie im Anschluss adäquat zu versorgen. Hier konnten die Jugendrotkreuz-Angehörigen unter Beweis stellen, wie fit sie in Erster Hilfe sind.

Alle teilnehmenden 38 Gruppen aus dem Land hatten sich im Vorfeld bei unterschiedlichen Kreiswettbewerben qualifiziert. Für den Kreisverband Böblingen gingen die Jugendrotkreuzgruppen aus dem Ortsverein Böblingen an den Start. In Weil der Stadt traten die Jugendlichen in zwei Altersstufen an. In der Stufe zwei (13 bis 16 Jahre) siegte die JRK-Gruppe aus Sonderriet. In der Stufe drei (17 bis 27 Jahre) gewann das JRK aus Crailsheim. Die Lokalmatadoren aus Böblingen belegten jeweils einen guten Platz im Mittelfeld.

Ein ganz besonderer Dank der DRK-Verantwortlichen ging an alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus den Ortsvereinen Böblingen, Holzgerlingen/Altdorf, Leonberg, Schönaich, Steinenbronn, Rutesheim, Weil der Stadt, Weissach-Flacht sowie der Notfalldarstellungsgruppe des JRK-Kreisverbandes Böblingen. Ein großes Dankeschön durfte schliesslich die Stadt Weil der Stadt für die hervorragende Unterstützung bei diesem Landeswettbewerb entgegen nehmen. "Eine perfekte Organisation und perfekte Gastgeber", wie Präsident Michael Steindorfner resümierte.

Hoch zufrieden über das Leistungsniveau beim Landeswettbewerb (von links): Stavros Kominis (stellvertretender Kreisjugendleiter), DRK-Kreisgeschäftsführer Wolfgang Breidbach, Jugendbildungsreferentin Isabella Tischler (DRK-Kreisverband Böblingen), JRK-Landesleiter Johannes Baumann, Präsident Michael Steindorfner und Kreisjugendleiter Patrick Binder.
Bürgermeister Thilo Schreiber, Stavros Kominis, Patrick Binder und Johannes Baumann (von links).

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